
Kassensystem für Degustation, Hofladen und Marktstand
Eine Kasse für die Degustation, den Hofladen und den Marktstand: ein iPad, ein kompakter Belegdrucker und ein Zahlterminal — verkauft wird aus denselben Artikeln, gebucht wird direkt in Vinosoft.
Am Tresen hört die Erfassung sonst auf
Die meisten Weinbetriebe verkaufen über drei Kanäle und verbuchen zwei davon. Aufträge und Webshop sind im System; die Flaschen, die an der Tür weggehen, landen in einer Geldkassette und in einem Notizbuch — und der Bestand entfernt sich über die Saison still und leise vom Keller. Eine separate Registrierkasse mit Export hilft wenig: Dann tippt eben jemand am Montag die Liste ab.
Das POS-Zusatzmodul schliesst diese Lücke. Jeder Verkauf am Tresen greift auf dieselben Artikel und Preise zu wie eine Rechnung. Sobald er in Vinosoft ankommt, bucht er den Bestand aus und wird zur Rechnung mit den Buchungen dazu; eine Rückerstattung wird zur Gutschrift und bucht den Bestand zurück. Am Abend stimmt die Kasse mit den Büchern überein, weil sie die Bücher ist.
Was Sie dafür brauchen
- Ein iPad ab iOS 17, das Sie bereitstellen, mit WLAN und Bluetooth
- Die mPOP-Kasse von Star Micronics — Kassenlade, Belegdrucker und Handscanner in einem Gerät — von uns geliefert, gegen eine einmalige Gebühr. Alternativ druckt ein Netzwerk-Bondrucker.
- Ein Zahlterminal: SumUp Solo und Worldline (Link2500) sind direkt angebunden, jedes andere Gerät lässt sich einsetzen, indem der Betrag von Hand eingegeben wird
Die App selbst ist ein monatliches Add-on zu Ihrer Subscription und wird pro Konto abgerechnet, nicht pro iPad. Die aktuellen Zahlen stehen auf der Seite Preise.
Ein Tag an der Kasse
Am Morgen zählen Sie das Wechselgeld und eröffnen die Schicht. Wie streng die Kasse dabei ist, legen Sie im Büro pro Gerät fest: Im Modus Manuell geht ohne offene Schicht nichts, im Modus Automatisch eröffnet der erste Verkauf den Tag, und eine Kasse, die nur am Weinfest im Einsatz ist, läuft auch ganz ohne Schichten.
Verkauft wird per Antippen, Suche oder Scan. Rabatt pro Position oder auf den ganzen Warenkorb, Gutscheine und ein geänderter Preis werden im Warenkorb erledigt, nicht nachträglich korrigiert. Mit Multi-Cart parkieren Sie den Einkauf der einen Kundin und bedienen schon den nächsten Gast.
Bar zeigt das Rückgeld an und öffnet die Kassenlade, Karte schickt den Betrag ans Terminal. TWINT läuft über das Worldline-Terminal oder über die Zahlungsart TWINT QR, bei der die Kassierperson die Zahlung auf dem Handy des Kunden prüft und bestätigt. Pro Verkauf gibt es eine Zahlungsart; halb bar, halb Karte geht an der Kasse nicht.
Bringt jemand eine Flasche zurück, öffnen Sie den ursprünglichen Beleg, wählen die Positionen und erstatten bar oder auf die Karte. Teilretouren sind möglich, mehr zurücknehmen als verkauft wurde nicht.
Am Abend synchronisieren Sie die Belege, zählen die Kasse und schliessen die Schicht. Der Z-Bericht stellt Anfangsbestand plus Barverkäufe dem gezählten Betrag gegenüber, weist die Differenz aus und zeigt die Einnahmen nach Zahlungsart und nach MWST-Satz. Diesen Kassensturz brauchen Sie nicht mehr auf Papier.
Wenn im Gewölbekeller das WLAN fehlt
Artikel, Preise und Steuersätze liegen auf dem iPad. Fällt die Verbindung aus, kassieren Sie bar weiter; die Verkäufe werden gespeichert und übertragen, sobald wieder Netz da ist. Treuepunkte, Gutscheine, Rückerstattungen und das Öffnen oder Schliessen einer Schicht prüft dagegen der Server, und Kartenzahlungen hängen an der Verbindung des Terminals.
Mehrere Kassen, ein Büro
Jedes iPad meldet sich bei der ersten Anmeldung selbst als Kasse an. Im Büro geben Sie ihm einen Namen, einen Lagerort, Belegtext und Logo und die Schichtregeln, bis hin zur Kassendifferenz, die beim Abschluss noch toleriert wird. Der Bereich POS zeigt die Tageseinnahmen pro Kasse, welche Geräte online sind, jede Schicht mit ihrem Z-Bericht als PDF und im Tagesjournal jeden Verkauf samt der Rechnung, die daraus wurde. Der Umsatz nach POS-Gerät zeigt, wie sich Hofladen und Marktstand im Vergleich schlagen.
Belege und MWST
Der Beleg trägt Ihr Logo, Kopf- und Fusszeile, eine fortlaufende Belegnummer pro Kasse, jede Position mit Rabatt und MWST-Satz und die Aufstellung pro Steuersatz; bei Kartenzahlung kommt die Transaktionsnummer dazu. Barbeträge werden mit der eingestellten Rundung kassiert, etwa auf 5 Rappen. Ihre MWST-Nummer gehört in den Kopfzeilentext, denn sie wird nicht automatisch gedruckt. Belege lassen sich nachdrucken, per E-Mail verschickt die Kasse sie nicht.
Kundschaft und Treueprogramm
Kassenverkäufe laufen auf Ihren Laufkunden oder auf einen Kunden, den Sie pro Zahlungsart festlegen, und landen damit in derselben Kundenliste wie alles andere. Mit dem Treueprogramm liest die Kasse die Kundenkarte: scannen, Punktestand sehen und Punkte als Rabatt einlösen. Der Einkauf schreibt der Karte zugleich neue Punkte gut.
Ein Bestand über drei Kanäle
Der Sinn einer Kasse im selben System ist, dass nachher nichts abgeglichen werden muss. Die Flasche am Tresen, die Kiste aus einem Auftrag und die Webshop-Bestellung greifen auf denselben Bestand zu, und die Kellerzahl bildet alle drei ab, sobald der Verkauf in Vinosoft angekommen ist. Was Sie an der Degustation ausschenken, läuft nicht über die Kasse — sie kennt nur Verkauf und Rückerstattung. Buchen Sie die geöffneten Flaschen im Büro als Lagerabgang aus. Kommt die Inventur, erklären Sie eine echte Differenz und keinen Buchhaltungseffekt.
Wie Kasse, Einkauf und Lager in einer Weinhandlung zusammenspielen, zeigt die Seite Software für Weinhandlungen.
Ratgeber: Direktverkauf im Weingut
Wie die Kasse mit Weinclub und Treueprogramm zusammenspielt, steht in der Übersicht Direktverkauf im Weingut und in den Ratgebern:
- Kasse für Degustation und Hofladen: offline, Kartenterminal, Tagesabschluss
- Weinclub und Wein-Abo organisieren
- Treueprogramm für Weinbetriebe
In der Dokumentation weiterlesen
- Schicht öffnen und abschliessen — Anfangsbestand, X- und Z-Bericht
- Einen Verkauf erfassen — Warenkorb, Rabatte, Gutscheine und Treuepunkte
- Quittungen und Erstattungen — Nachdruck und Retouren auf bar oder Karte
- Geräte und Standardeinstellungen — Belegtext, Laufkunde und Schichtmodus pro Kasse
- Umsatz nach POS-Gerät — Einnahmen pro Kasse vergleichen
- Treuekarten und Punktestände ansehen — das Treueprogramm hinter der Karte
- Lagerbewegungen — die Buchungen jedes Verkaufs
Häufige Fragen
Funktioniert die Kasse ohne Internet?
Für Barverkäufe ja. Artikel, Preise und Steuersätze sind auf dem iPad gespeichert, jeder Verkauf wird zuerst dort abgelegt und an Vinosoft gesendet, sobald die Verbindung zurück ist. Gutscheine, Treuepunkte, Rückerstattungen sowie das Öffnen und Schliessen einer Schicht brauchen dagegen Netz, Kartenzahlungen hängen am Terminal. Vor dem Tagesabschluss synchronisieren, wie unter Kasse mit dem CRM synchronisieren beschrieben.
Welche Geräte brauche ich, und geht auch mein eigener Drucker?
Ein iPad ab iOS 17, das Sie selbst stellen, und einen Belegdrucker. Das ist entweder die mPOP von Star Micronics mit Drucker, Kassenlade und Scanner, die Sie bei uns beziehen, oder ein Netzwerk-Bondrucker mit 58 oder 80 mm Papier, den Sie per IP-Adresse eintragen. Ohne Scanner liest die iPad-Kamera die Strichcodes. Die Einstellungen dazu stehen unter Einstellungen der POS-App.
Welche Kartenterminals und Zahlungsarten gehen?
SumUp Solo, bei dem Sie sich in der App anmelden, und Worldline-Terminals vom Typ Link2500 im selben WLAN bekommen den Betrag direkt übermittelt. Jedes andere Terminal läuft als externes Terminal: Sie belasten die Karte dort und bestätigen die Zahlung an der Kasse. TWINT geht über das Worldline-Terminal oder über TWINT QR, Bargeld immer. Mehr unter Eine Zahlung annehmen.
Gibt es eine Android-Version?
Nein. Die Kasse ist eine iOS-App fürs iPad, eine Android-Version gibt es nicht. Die Büroseite mit Schichten, Z-Berichten und Tagesjournal läuft wie der Rest von Vinosoft im Browser, die Einnahmen sehen Sie also an jedem Computer. Tischverwaltung, Waagen und Geschenkkarten gehören ebenfalls nicht dazu — für ein Restaurant oder eine Metzgertheke ist ein spezialisiertes System die bessere Wahl.
Was kostet das, und kostet eine zweite Kasse mehr?
Die POS-App ist ein monatliches Add-on zur Subscription, die mPOP eine einmalige Anschaffung; die aktuellen Beträge stehen auf der Seite Preise. Abgerechnet wird pro Konto und nicht pro iPad. Eine zweite Kasse für den Marktstand braucht also eigene Hardware, aber keine zweite Lizenz. Wer kassiert, meldet sich mit einem Vinosoft-Benutzer an, der Zugriff auf das POS-Modul hat.