Ein Weinbetrieb verkauft an drei Arten von Kundschaft: an Private ab Hof und im Shop, an Restaurants und an den Handel. Die Privaten bezahlen meist sofort, Gastronomie und Handel auf Rechnung. Zwischen Lieferung und Geld liegen dann eine QR-Rechnung, ein Zahlungseingang, manchmal eine Mahnung — und am Ende des Quartals oder Halbjahres die MWST-Abrechnung. Diese Seite zeigt, wie die Teile zusammenhängen und wo Vinosoft welchen Teil übernimmt.
Der Weg einer Rechnung
- Preis. Restaurants und Händler kaufen zu anderen Preisen als Private. In Vinosoft hängen diese Preise an der Preisgruppe des Kunden und gelten automatisch auf Angebot, Auftrag, Rechnung und im Webshop. Die Preisliste dazu senden Sie als PDF oder als Link, der immer die aktuellen Preise zeigt.
- Rechnung. Die Rechnung entsteht aus Angebot, Auftrag oder Lieferschein, nichts wird zweimal erfasst. Vinosoft hängt die Schweizer QR-Rechnung als eigene Seite an.
- Zahlungseingang. Die Zahlungsdatei aus dem E-Banking (camt.054) laden Sie hoch; Vinosoft ordnet jede Zahlung über die QR-Referenz ihrer Rechnung zu, und Sie bestätigen die Verbuchung.
- Mahnung. Was überfällig ist, erinnern Sie in einem Mahnlauf — in vier Stufen, mit Ihren eigenen Texten und Gebühren.
- Buchhaltung und MWST. Mit der Finanzbuchhaltung bucht sich jede Rechnung und jede Zahlung ins Journal. Die MWST-Abrechnung summiert die Buchungen in die Ziffern des ESTV-Formulars.
Was in Vinosoft enthalten ist
Thema | Was Vinosoft macht | Was Sie selbst tun |
|---|---|---|
Preise für Gastro und Handel | Preise pro Preisgruppe, Kundenrabatte, Mengenrabatte; Preislisten als PDF, Excel, CSV oder Link | Preisgruppen festlegen und Kunden zuordnen |
QR-Rechnung | QR-Zahlteil mit QR-IBAN und QR-Referenz auf jeder Rechnung | QR-IBAN bei der Bank beantragen und hinterlegen |
Zahlungseingang | Import von camt.054- und ESR-Dateien, Zuordnung über die Referenz | Datei aus dem E-Banking hochladen, Vorschlag bestätigen |
Mahnwesen | Mahnlauf mit vier Stufen, Gebühren und Texten pro Stufe, Versand per E-Mail oder Post | Mahnlauf starten, Texte einmal schreiben |
MWST | Abrechnung nach effektiver Methode oder Saldosteuersatz, MwSt-Journal pro Ziffer | Abrechnung prüfen und bei der ESTV einreichen |
Buchhaltung | Journal, Kontenplan, Bilanz, Erfolgsrechnung, Kreditoren mit Zahldatei | Jahresabschluss mit Ihrer Treuhand |
Die Finanzbuchhaltung mit Journal und MWST-Abrechnung ist Teil der Professional und der Enterprise Edition. Rechnungen, QR-Rechnung, Zahlungsimport und Mahnwesen gibt es auch ohne sie.
Was Vinosoft nicht übernimmt
Die MWST-Abrechnung reichen Sie selbst bei der ESTV ein — Vinosoft erstellt sie als PDF und Excel, übermittelt sie aber nicht elektronisch. Eine Anbindung an Bexio, Abacus oder Banana gibt es nicht; wer die Bücher extern führt, arbeitet mit dem Export des Journals als CSV. Eine direkte Verbindung zur Bank gibt es ebenfalls nicht: Zahlungen kommen über die Datei aus dem E-Banking. Verzugszinsen berechnet Vinosoft nicht, und Mahnungen gehen erst raus, wenn jemand den Mahnlauf startet.
Ratgeber zum Thema
- QR-Rechnung für Weingüter: Einrichtung, Referenz, Zahlungsabgleich
- MWST für Weinbetriebe: Sätze, Methoden und die Abrechnung
- B2B-Preislisten für Gastronomie und Handel
- Mahnwesen und Zahlungseingänge im Weinbetrieb
So geht es in Vinosoft
- Finanzbuchhaltung im Überblick
- Debitoren und Kreditoren im Überblick
- Wie eine Rechnung von offen zu bezahlt wechselt
- Eine Zahlung erfassen
- Die MwSt-Abrechnung
- Preisliste erstellen
Die Angaben zu MWST und Mahnwesen geben den Stand der Schweizer Regeln im Oktober 2026 wieder. Sie ersetzen keine Treuhand- oder Rechtsberatung.