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Shop-Domain, Checkout und Rechtliches: was ein Schweizer Weinshop braucht

Bevor die erste Bestellung kommt, braucht ein Weinshop eine Adresse, einen Checkout, der die üblichen Schweizer Zahlungsarten kennt, Versandpreise, die zur Kiste passen, und ein paar rechtliche Seiten. Dieser Ratgeber geht die Punkte der Reihe nach durch, für alle, die einen Shop planen oder Anbieter vergleichen, und zeigt bei jedem, was Vinosoft mitbringt und was Ihre Aufgabe bleibt.

Die Adresse: vinosoft.shop oder eigene Domain

Zum Start reicht eine kostenlose Adresse wie weingut-muster.vinosoft.shop. Sie ist sofort online, ohne DNS-Einrichtung.

Für den Dauerbetrieb lohnt sich die eigene Domain, etwa shop.weingut-muster.ch oder gleich weingut-muster.ch. Sie tragen beim Anbieter Ihrer Domain einen einzigen DNS-Eintrag ein: einen A-Eintrag für die Hauptdomain oder einen CNAME für eine Subdomain. Den Wert zeigt Vinosoft auf dem Bildschirm Domains an. Das SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung stellt Vinosoft automatisch aus. Sie können mehrere Domains auf denselben Shop zeigen lassen, zum Beispiel die alte und die neue.

Tipp: Wenn Ihre Website schon unter der Hauptdomain läuft, nehmen Sie für den Shop eine Subdomain wie shop.. So bleibt die Website, wo sie ist, und der Shop braucht nur einen CNAME.

Der Checkout: Zahlungsarten

Schweizer Kundschaft erwartet TWINT und Rechnung. Der Vinosoft-Shop bietet:

  • TWINT, Kredit- und Debitkarten und PostFinance über PostFinance Checkout oder Payrexx
  • PayPal
  • Saferpay (Worldline) und Wallee, wenn Sie dort schon einen Vertrag haben
  • Rechnung, Vorauskasse und Barzahlung ohne Zahlungsanbieter

Für die Online-Zahlungsarten schliessen Sie einen Vertrag mit dem Anbieter ab und tragen dessen Zugangsdaten in Vinosoft ein; die Transaktionsgebühren rechnet der Anbieter direkt mit Ihnen ab. Pro Zahlungsart legen Sie fest, welche Belege bei einer bezahlten Bestellung entstehen, etwa Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung.

Bestellungen aus dem Shop landen in derselben Bestellliste wie die Verkäufe an der Kasse und reservieren denselben Bestand.

Versand und Abholung

Versandarten wie Post, Kurier oder Abholung legen Sie selbst an. Den Preis einer Versandart staffeln Sie nach Lieferland, Bestellwert, Postleitzahl, Gewicht und Kundengruppe. So bilden Sie auch übliche Weinshop-Regeln ab: versandkostenfrei ab einem Bestellwert, eigene Preise für Händler oder ein günstigerer Tarif in der Region. Die Abholung ab Hof legen Sie als eigene Versandart an, in der Regel ohne Versandkosten.

Bestellen können Kundinnen und Kunden mit Konto oder, wenn Sie es erlauben, als Gast. Kundenkonten speichern Adressen und Bestellungen; Gutscheine mit Betrag oder Prozent, Mindestbestellwert und Ablaufdatum gehören ebenfalls zum Shop.

Design und Sprachen

Zwei Themes sind kostenlos dabei, zwei weitere kosten einmalig je CHF 250. Farben, Navigation, Banner und Seiten passen Sie im Shop an, und wer mehr will, bearbeitet den Code des Themes direkt. Die Themes bringen Texte auf Deutsch und Englisch mit. Für einen Shop auf Französisch oder Italienisch hinterlegen Sie eigene Übersetzungen der Shop-Texte.

Betrieben wird der Shop auf Microsoft Azure in einer EU-Region. Er ist in der Enterprise Edition von Vinosoft enthalten.

Rechtliches für Schweizer Onlineshops

Vinosoft verfasst keine rechtlichen Texte. Sie schreiben sie selbst oder lassen sie schreiben und legen sie im Shop als statische Seiten ab. Im Checkout verlinkt Vinosoft AGB und Datenschutzerklärung und verlangt auf Wunsch, dass die Käuferin die AGB vor der Bestellung akzeptiert.

Was Sie in der Schweiz brauchen:

  • Impressum. Wer online verkauft, muss klar und vollständig angeben, wer er ist, mit Postanschrift und E-Mail-Adresse (Art. 3 Abs. 1 Bst. s UWG).
  • Datenschutzerklärung. Seit dem 1. September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz: Sie informieren, welche Personendaten Sie wofür bearbeiten, an wen Sie sie weitergeben (etwa an Zahlungsanbieter) und in welchem Land sie liegen.
  • Cookies. Das Fernmeldegesetz (Art. 45c FMG) verlangt, dass Sie über Cookies informieren und erklären, wie man sie ablehnen kann. Verkaufen Sie auch in die EU, gelten dort strengere Einwilligungsregeln.
  • Preise. Die Preisbekanntgabeverordnung verlangt Preise in Franken, inklusive MWST und allfälliger Abgaben. Der Shop zeigt Preise pro Flasche und pro Liter und weist die MWST im Checkout aus.
  • AGB. Pflicht sind sie nicht, aber üblich: Lieferfristen, Zahlung, Gewährleistung und Retouren. Ein gesetzliches Widerrufsrecht für Online-Käufe kennt die Schweiz nicht; wenn Sie Rücksendungen zulassen, regeln Sie das in den AGB.
  • Altersprüfung. Wein und Bier nicht unter 16, Spirituosen nicht unter 18, mit wirksamer Kontrolle und einem Hinweis auf das Mindestalter im Shop. Details: Altersverifikation beim Online-Verkauf von Alkohol.

Checkliste vor dem Start

  • Adresse gewählt: vinosoft.shop oder eigene Domain mit DNS-Eintrag
  • Mindestens eine Online-Zahlungsart eingerichtet und getestet, dazu Rechnung oder Vorauskasse
  • Versandarten mit Preisen erfasst, inklusive Abholung
  • Impressum, Datenschutzerklärung und AGB als statische Seiten veröffentlicht und im Checkout verlinkt
  • Produktkategorie für die Altersprüfung bei allen alkoholischen Artikeln gesetzt
  • Testbestellung bis zur Rechnung durchgespielt

Mehr zum Gesamtbild, auch zu Galaxus und Preisvergleichen: Weinshop erstellen in der Schweiz. Was der Shop sonst kann, steht auf der Seite Webshop.

Stand Oktober 2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung; lassen Sie AGB und Datenschutzerklärung von einer Fachperson prüfen.

Weniger Papier, mehr Zeit im Rebberg

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