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Weinsoftware für die Schweiz im Vergleich — Vinosoft, VinX, CH-Vinarius und Excel

Wer in der Schweiz Wein produziert oder handelt, braucht eine Kellerbuchhaltung für die Weinhandelskontrolle (SWK), dazu Rechnungen, Lager und oft einen Laden oder Webshop. Für den Schweizer Markt gibt es nur wenige spezialisierte Programme. Diese Seite vergleicht die drei, die bei Schweizer Suchanfragen am häufigsten auftauchen — VinX, CH-Vinarius und Vinosoft — und die Lösung, mit der viele Betriebe anfangen: Excel.

Die Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren Websites, Stand 28. Oktober 2026, mit Quellen am Ende der Seite. Was ein Anbieter nicht veröffentlicht, lassen wir offen. Vinosoft ist unser eigenes Produkt; wir sagen deshalb auch, wo es nicht passt.

Worauf es bei der Wahl ankommt

  • SWK-Meldung. Jeder registrierte Betrieb meldet Inventar und Literumsatz bis 31. Januar. Die Software sollte das Detailinventar und die Formulare A und B aus den erfassten Buchungen erstellen, statt dass Sie sie von Hand zusammentragen.
  • Betrieb. Desktop-Software auf eigenem Rechner, eine beim Anbieter gehostete Installation oder eine Cloud-Anwendung im Browser: Davon hängt ab, wer Server, Updates und Datensicherung betreut und ob Sie auf dem Mac oder unterwegs arbeiten können.
  • Kosten über die Laufzeit. Lizenz plus Wartung, Abonnement oder Offerte: Vergleichen Sie über mindestens fünf Jahre und rechnen Sie die Einführung mit ein.
  • Buchhaltung. Eigene Finanzbuchhaltung in der Weinsoftware oder Schnittstelle zum Programm Ihres Treuhänders (Abacus, Sage, Bexio)?
  • Verkaufskanäle. Laden, Webshop, Gastronomie auf Rechnung, Marktplätze: Ein gemeinsamer Bestand erspart doppelte Erfassung.
  • Einführung. Können Sie selbst testen, oder beginnt alles mit einem Projekt?

Übersicht


Vinosoft

VinX

CH-Vinarius

Excel

Anbieter

SparkDynamic GmbH

I-AG Software, Luzern

Computer Help AG, Volketswil

—

Betrieb

Cloud im Browser, auch auf dem Mac

Desktop-Software, Windows empfohlen

Auf dem Server des Anbieters, Zugriff übers Internet

Datei auf Ihrem Rechner

Preise öffentlich

Ja, Abo ab CHF 79 pro Monat

Ja, Lizenz ab CHF 4000 plus Wartung

Nein

—

Selbst testen

Testkonto ohne Kreditkarte

Demoversion auf Anfrage

Nicht angegeben

—

SWK: Formular A und B

Ja

Ja

Ja, laut Anbieter weitgehend automatisch

Von Hand

Eigene Finanzbuchhaltung

Ja, mit MWST-Abrechnung (ab Professional)

Debitoren und Kreditoren; FIBU über Abacus, Infoniqa, SelectLine

Finanz- und Lohnbuchhaltung, MWST-Abrechnung

Nein

Lohnbuchhaltung

Nein

Nicht angegeben

Ja

Nein

Webshop

Eigener Webshop (Enterprise)

Anbindung per REST-API oder VinX-Shop

Anbindung laut Anbieter

Nein

Kasse

POS-App für iPad

Kassenprogramm als Option

Kassenanbindung laut Anbieter

Nein

KI-Assistent, MCP

Ja

Nicht angegeben

Nicht angegeben

Nein

VinX

VinX ist die ERP-Lösung der I-AG Software für den Wein- und Getränkehandel, nach eigenen Angaben bei über 200 Betrieben im Einsatz. Die Software wird als Lizenz gekauft (Basis CHF 4000 für die erste Lizenz, Module einzeln), Updates gibt es über einen optionalen Pflegevertrag von 12–20 % der Lizenzsumme pro Jahr, und die Einführung dauert laut VinX drei bis sechs Monate. Stark ist VinX bei Funktionen für grössere Getränkehändler: Tourenplanung, Gebinde, Steuerlager, Ernteabrechnung, Subskription und Schnittstellen zu Abacus und Logistikern. Über fünf Jahre kostet Vinosoft im Rechenbeispiel rund die Hälfte von VinX, etwa CHF 4740 gegenüber CHF 10 050 für drei Benutzer. Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter Vinosoft vs VinX.

CH-Vinarius

CH-Vinarius ist ein Produkt der Computer Help AG in Volketswil, die nach eigenen Angaben seit 1986 besteht. Die Software läuft nicht beim Kunden, sondern auf einem Server im Rechenzentrum des Anbieters; Sie greifen übers Internet darauf zu. Laut Website umfasst sie Adressen, Offerten und Rechnungen, Preislisten und Etikettendruck, Kellerbuchhaltung und Inventar, die Formulare der Weinhandelskontrolle, Statistiken, Serienbriefe und Newsletter, Webshop- und Kassenanbindung, Finanz- und Lohnbuchhaltung mit MWST-Abrechnung sowie Schnittstellen zu Excel, Word, Abacus, Sage und weiteren Buchhaltungsprogrammen. Es gibt eine Einsteiger- und eine Vollversion; Preise veröffentlicht der Anbieter nicht. Die Einführung erfolgt persönlich, nach Angaben des Anbieters arbeiten Sie nach einem Morgen produktiv. Fünf Weinhandlungen sind auf der Website mit Namen als Referenzen genannt.

CH-Vinarius bezeichnet sich als von der Schweizer Weinhandelskontrolle empfohlen. Eine Zertifizierung oder Liste empfohlener Software veröffentlicht die SWK nicht: Ihre Wegleitung Kellerbuchhaltung lässt in Ziff. 2.3 jedes Wein- oder Buchhaltungsprogramm zu, das alle Angaben der Sortenkarte klar ausweist. Das gilt für alle Lösungen auf dieser Seite. CH-Vinarius passt gut, wenn Sie die Lohnbuchhaltung im selben Programm führen und persönliche Betreuung vor Ort wollen.

Excel

Viele kleine Betriebe führen die Kellerbuchhaltung mit den Excel-Vorlagen der SWK. Das ist zulässig und kostet nichts, solange alle Angaben der Sortenkarte vorhanden sind. Der Aufwand steckt im Abgleich: Jeder Verkauf, jede Rechnung und jede Inventur muss von Hand in die Sortenkarten übertragen werden, und Fehler zeigen sich oft erst bei der Inventarmeldung oder der Inspektion. Sobald Sie Rechnungen, Lager und Laden getrennt führen, lohnt sich eine Software, die diese Zahlen aus einer Quelle zieht. Wie die Jahresmeldung abläuft: Inventarmeldung bis 31. Januar.

Vinosoft

Vinosoft ist eine Cloud-Software für Weingüter, Weinhandlungen und Weinvertriebe. Sie läuft im Browser auf Microsoft Azure in der EU, mit einer eigenen Datenbank pro Kunde. Die Editionen kosten bei jährlicher Zahlung CHF 79, 99 oder 119 pro Monat mit drei Benutzern; Updates sind enthalten. Aufträge, Lager mit mehreren Lagerorten, Preisgruppen, QR-Rechnung, Mahnwesen, Depot, das SWK-Detailinventar mit Formular A und B, eine eigene Finanzbuchhaltung, ein Webshop und eine iPad-Kasse greifen auf denselben Bestand zu. Für Selbsteinkellerer gibt es das Modul Kellerbuchhaltung, das pro Konto freigeschaltet wird. Als einzige Lösung im Vergleich bringt Vinosoft einen KI-Assistenten mit, der Fragen zu Umsatz, Lager und offenen Rechnungen aus Ihren Daten beantwortet, und eine MCP-Schnittstelle, über die Sie Claude, ChatGPT oder einen eigenen Agenten mit Ihrem Konto verbinden. Wer von VinX wechselt, bekommt die Datenübernahme kostenlos.

Nicht passend ist Vinosoft, wenn Sie Lohnbuchhaltung, Tourenplanung, ein Steuerlager, eine Ernteabrechnung mit Auszahlung an Traubenlieferanten oder eine direkte Schnittstelle zu Abacus, Bexio oder Banana brauchen. Mehr nach Betriebsart: Weingut, Weinhandlung, Weinvertrieb.

Quellen

Häufige Fragen

Welche Weinsoftware ist von der SWK zugelassen?

Die SWK zertifiziert keine Software und führt keine Liste zugelassener Programme. Nach ihrer Wegleitung darf jedes Wein- oder Buchhaltungsprogramm die Sortenkarten ersetzen, wenn es alle Angaben klar ausweist und die Weinverordnung eingehalten wird. Geprüft wird bei der Inspektion Ihres Betriebs.

Was kostet Weinsoftware in der Schweiz?

Vinosoft kostet ab CHF 79 pro Monat bei jährlicher Zahlung. VinX kostet ab CHF 4000 für die erste Lizenz plus optional 12–20 % Wartung pro Jahr und Projektkosten. CH-Vinarius veröffentlicht keine Preise. Über fünf Jahre und drei Benutzer kostet Vinosoft rund die Hälfte von VinX mit Pflegevertrag; das Rechenbeispiel steht im Vergleich Vinosoft vs VinX.

Reicht Excel für die Kellerbuchhaltung?

Für kleine Betriebe mit wenigen Weinen ja, solange die Sortenkarten vollständig sind. Sobald Rechnungen, Lager und Verkauf getrennt geführt werden, entsteht doppelter Aufwand und Fehlerrisiko bei der Inventarmeldung.

Welche Weinsoftware läuft auf dem Mac?

Vinosoft läuft im Browser und damit auch auf dem Mac. VinX empfiehlt Windows-Rechner. CH-Vinarius läuft auf dem Server des Anbieters; welche Geräte für den Zugriff unterstützt werden, gibt die Website nicht an.

Welche Lösung bietet Lohnbuchhaltung?

Von den hier verglichenen Programmen nennt nur CH-Vinarius eine Lohnbuchhaltung. Vinosoft hat keine; die Löhne führen Sie dort in einem separaten Lohnprogramm oder über Ihren Treuhänder.